Der US-Senat hat am Dienstag dem Sanktionsentwurf gegen Russland zugestimmt, der nach dem verstorbenen Senator Lindsey Graham benannt wurde. Mit 86 von 100 Senatoren wurde die nötige Hürde von 60 Stimmen deutlich überschritten. Das Repräsentantenhaus, die andere Kammer des US-Parlaments, kann den Entwurf erst nach seiner Sommerpause im September behandeln.
Von den im Entwurf vorgesehenen Sekundärzöllen von bis zu 100% wären vor allem China und Indien als größte Käufer von russischer Energie betroffen. Allerdings bezweifeln russische Experten gegenüber der Wirtschaftszeitung RBC, dass die beiden bevölkerungsreichsten Länder der Welt deshalb ihre Importe aus Russland wesentlich reduzieren. Zudem kann Trump die Maßnahmen aus Gründen der nationalen Sicherheit aussetzen. Die Analystin Natalja Miltschakowa vom Brokerhaus Freedom Global hält es für möglich, dass sich das Sanktionsgesetz als „Fiktion“ erweist. / RBC (RU), US-Senat (EN)