Weltbank senkt Prognose für weltweites BIP

In ihrem neuen Bericht senkte die Weltbank ihre Basisszenario-Prognose für das globale BIP-Wachstum von 2,6% auf 2,5%. Dies wäre die schwächste Wachstumsrate seit Beginn der COVID-19-Pandemie. Die Korrektur der Prognose ist auf die negativen Auswirkungen des Iran-Krieges auf die Weltwirtschaft zurückzuführen. Es gibt auch pessimistischere Szenarien: Sollten die durch den Krieg verursachten massiven Störungen der Energieversorgung anhalten, könnte das BIP-Wachstum lediglich 1,3% erreichen. Die Weltbank prognostiziert für 2026 im Basisszenario eine globale Inflation von 4%. Im schlimmsten Fall würde ein Barrel Brent-Rohöl 115 US-Dollar kosten und die Inflation 4,4% erreichen. Die Analysten der Bank erwarten, dass sich das BIP-Wachstum bis 2027/28 auf 2,8% erholt, was jedoch unter dem Durchschnittsniveau der 2010er-Jahre liegt. Laut Weltbank-Chefökonom Indermit Gill liegt dies unter anderem an einem verlangsamten Bevölkerungswachstum, einem Rückgang sowohl privater als auch öffentlicher Investitionen, steigender Staatsverschuldung in verschiedenen Ländern und geringeren Wachstumsraten des Welthandels. „Die Weltwirtschaft ist heute deutlich weniger widerstandsfähig als 2008 oder selbst 2018“, so Gill. / Weltbank-Bericht (EN), Kommersant (RU)

15.06.2026

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