LNG-Kunde Nr. 1

Im Februar hat Frankreich so viel russisches Flüssigerdgas (LNG) importiert wie kein anderes EU-Land. Das ermittelte die russische staatliche Nachrichtenagentur RIA Novosti anhand der Daten des EU-Statistikamtes Eurostat. Demnach zahlte Frankreich im letzten Wintermonat rund 322,3 Mio. Euro und damit 10% mehr als im Januar für russisches LNG. Damit stieg es nach einer kurzen Pause wieder zum wichtigsten europäischen Abnehmer russischen Flüssigerdgases vor Ungarn auf, das seine Importe im Monatsvergleich um ein Drittel auf 210 Mio. Euro reduzierte. Auf Platz drei liegt Spanien mit einem Wert von 118,3 Mio. Euro. Zuletzt hatte Frankreich im November 2023 mehr russisches LNG als jedes andere EU-Mitglied importiert. Im Februar stockten auch andere EU-Länder ihre LNG-Importe aus Russland auf. Den stärksten Zuwachs gab es in Griechenland, das 110,4 Mio. Euro für russisches LNG zahlte – 7,8-mal so viel wie im Vormonat. Finnland und Schweden verdoppelten jeweils ihre Importe auf 6,6 Mio. bzw. 4,7 Mio. Euro. Die gesamte Europäische Union zahlte im Februar 1,1 Mrd. Euro für russisches Gas. Davon entfielen 619,4 Mio. Euro auf Flüssigerdgas und 493,3 Mio. Euro auf Pipelinegas. Bis 2027 will die EU alle Importe fossiler Brennstoffe aus Russland beenden. / [Kommersant](https://www.kommersant.ru/doc/6651115), [RIA Novosti](https://ria.ru/20240418/frantsiya-1940701767.html) (alle RU)

22.04.2024

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