UniCredit unter Druck

Die Europäische Zentralbank (EZB) will offenbar auch von Italiens zweitgrößter Bank UniCredit eine Reduzierung ihres Russlandgeschäfts verlangen. Das erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters von zwei Insidern. Mit einer formellen Warnung werde die EZB den Italienern eine letzte Möglichkeit geben, ein „Durchsetzungsverfahren seitens der Bankenaufsicht abzuwenden, das zu Sanktionen führen könnte“. Vor Kurzem gab die österreichische Raiffeisen Bank International (RBI) bekannt, sie erwarte in naher Zukunft von der EZB eine Aufforderung, die Reduzierung ihrer Geschäftstätigkeit in Russland zu beschleunigen. Gemäß dem Entwurf der Aufforderung, dessen Inhalt der RBI bereits bekannt sei, müssen die Kundenkredite in Russland bis 2026 um bis zu 65% im Vergleich zum Ende des dritten Quartals 2023 zurückgehen, ebenso wie die internationalen Zahlungen aus Russland. Die von der EZB vorgeschlagenen Anforderungen „gehen deutlich über die eigenen Pläne der RBI zur weiteren Reduzierung ihrer Geschäftstätigkeit in Russland hinaus und könnten sich negativ auf die Verkaufsoptionen der RBI in Hinblick auf die AO Raiffeisenbank auswirken“, erklärte die RBI am Donnerstag. Die Bank ist nach eigenen Angaben „entschlossen“, die Entkonsolidierung des Russlandgeschäfts zu erreichen, „etwa durch einen Verkauf der Einheit“. / [Forbes](https://www.forbes.ru/finansy/510812-reuters-uznal-o-namerenii-ecb-potrebovat-sokrasenia-rossijskogo-biznesa-unicredit?utm_source=forbes&utm_campaign=lnews) (RU), [RBI](https://www.rbinternational.com/de/raiffeisen/media-hub/presseaussendungen/2024/Beschleunigung-Reduzierung-Gesch%C3%A4ftst%C3%A4tigkeit-RU.html)

22.04.2024

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