Kein Plan für IT-Importsubstitution
Ab Januar 2025 dürfen Staatsunternehmen in Russland eigentlich nur noch einheimische Betriebssysteme und Bürosoftware einsetzen. Dazu hat sie Präsident Wladimir Putin im vergangenen Juni verpflichtet. Wie eine neue Umfrage des staatsnahen Thinktanks ZKIT („Kompetenzzentrum für Importsubstitution im IT-Bereich“) zeigt, wissen die meisten der davon betroffenen Unternehmen immer noch nicht, wie sie das bewerkstelligen sollen. Fast zwei Drittel (61%) der befragten staatlichen Stellen und drei Viertel (75%) der Staatsunternehmen gaben an, „keinen praktikablen Plan“ für den Umstieg von ausländischer auf heimische Software zu haben. Der überwiegenden Mehrheit fehlt es dafür an Geld (72% bzw. 92%) oder Subventionen (91% bzw. 78%). Rund zwei Drittel (68% bzw. 62%) haben nicht die notwendige Infrastruktur, um russische IT-Produkte zu testen. Im vergangenen Jahr gaben russische Staatskonzerne laut ZKIT-Angaben insgesamt 290 Mrd. Rubel (aktuell 2,9 Mrd. Euro) für die Beschaffung einheimischer Software aus, 87 Mrd. Rubel (870 Mio. Euro) mehr als 2022. Ihre gesamten Softwarekosten stiegen bereits das fünfte Jahr in Folge, berichtete der Thinktank. Im März 2024 kündigte der US-amerikanische Softwaregigant Microsoft an, seine Cloud-Dienste in Russland einzustellen. / [Interfax](https://www.interfax.ru/russia/956440), [RBC](https://uni.kammer.ru/ru/mail_link_tracker?hash=68bxzh4n9r49mna4pmy7rqoxu3rt6yhgjwmaodp5ukr8jaiozrqj8qfq71jgm6ghdugyhm1ei436p844syisc3kyk3gkaqbssdhxpwswoyiyk6xdxnxhy&url=aHR0cHM6Ly93d3cucmJjLnJ1L3RlY2hub2xvZ3lfYW5kX21lZGlhLzE1LzAzLzIwMjQvNjVmNDUyMDY5YTc5NDcwZGVkM2FkZjE5&uid=NDA2OTA1NA~~&ucs=19cf75c2c5df8a3832d48539fee6479d) (alle RU)
22.04.2024
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