Kaderreserve schrumpft

Die sogenannte Kaderreserve in Russland ist im vergangenen Jahr um 9% auf 4,4 Mio. Menschen geschrumpft, berichtet das Beratungsunternehmen FinExpertiza. Der Begriff Kaderreserve beschreibt die Gesamtheit nicht erwerbstätiger Personen, die potenziell in den Arbeitsmarkt eintreten können. Es sind rund 1,7 Mio. aktiv Arbeitssuchende, 551.000 „potenzielle Arbeitskräfte“, also Menschen, die nicht bereit sind, eine Erwerbstätigkeit sofort aufzunehmen, und etwa 2,2 Mio. Arbeitslose, die nicht nach einer Tätigkeit suchen.

2024 umfasste die Kaderreserve noch 4,8 Mio. Personen und im zweiten Pandemiejahr 2021 waren es fast 7 Mio. Das Verhältnis der Kaderreserve zur Gesamtzahl der Erwerbstätigen sank von 10% im Jahr 2021 auf 6% in 2025. Die Zahl der Erwerbstätigen stieg dabei von 72 auf 75 Mio.

Diese Entwicklung bedeute, dass immer mehr Menschen in die Wirtschaft eingebunden würden und immer weniger Arbeitskräfte zur Verfügung stünden, erklärt FinExpertiza. Das russische Arbeitsministerium setzt nach eigener Angaben vor allem in den Nachwuchs große Hoffnungen: Jährlich treten 1,7 Mio. Absolventen in den Arbeitsmarkt ein. / Kommersant (RU)

28.04.2026

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