Die weltweiten Militärausgaben haben im vergangenen Jahr mit 2,88 Bio. US-Dollar einen neuen Höchststand erreicht, berichtet das Stockholmer Friedensforschungsinstitut SIPRI. Ihr Anteil am globalen Bruttoinlandsprodukt (BIP) erhöhte sich von 2,4 auf 2,5%. Hauptverantwortlich für den Anstieg waren China, die EU, Indien, Russland und die Ukraine, so die Forscher.
Die USA gaben 2025 rund 954 Mrd. Dollar für ihr Militär aus, 7,5% weniger als im Vorjahr. Trotz der Kürzung, die SIPRI vor allem auf weniger US-Militärhilfen für andere Staaten zurückführt, blieben die Vereinigten Staaten der mit Abstand größte Geldgeber für Militär und Rüstung. An zweiter Stelle liegt China mit 336 Mrd. Dollar und einem Anteil von 12% an den weltweiten Militärausgaben. Gegenüber 2024 erhöhte China sein Budget um 7,4% und im Zehnjahresvergleich ergibt sich ein Plus von 62%.
Russland belegt wie schon im Vorjahr den dritten Platz. Seine Militärausgaben beliefen sich 2025 laut SIPRI auf 190 Mrd. Dollar und machten somit 6,6% der weltweiten Ausgaben aus. Gegenüber dem Vorjahr wuchs der russische Militäretat um 5,9%. Den SIPRI-Berechnungen zufolge machen die Rüstungsausgaben 7,5% der russischen Wirtschaftsleistung und ein Fünftel der gesamten Staatsausgaben aus. Deutschland landete auf Platz vier der Rangliste der Länder mit den höchsten Ausgaben. Im vergangenen Jahr gab die Bundesrepublik 114 Mrd. Dollar für Militär aus, was einem Anteil von 3,9% an den weltweiten Ausgaben entspricht. Indien beschließt die Top Fünf mit 92,1 Mrd. Dollar und einem Anteil von 3,2% an den weltweiten Ausgaben. Gegenüber 2024 stiegen die indischen Verteidigungsausgaben um 8,9% an. / Vedomosti (RU)