Der russische Modehersteller Gloria Jeans hat seine Produktion schon vor Jahren weitgehend nach Asien verlagert und sich von zahlreichen russischen Fabriken getrennt. Vor etwas mehr als einem Jahr verkaufte das Unternehmen drei seiner fünf verbliebenen großen Fabriken. Nun sucht das Unternehmen einen Käufer oder Mieter für die restlichen zwei. Das geht aus einem Schreiben des Industrie- und Handelsministeriums an mehr als 40 Unternehmen der russischen Textil- und Modeindustrie sowie des Einzelhandels hervor. Zuvor hatte Gloria Jeans das Ministerium um Unterstützung in der Angelegenheit gebeten. Angesichts der Krise auf dem russischen Modemarkt wird sich jedoch kaum ein Käufer finden, erklären Marktteilnehmer gegenüber Kommersant. Im vergangenen Jahr gingen die Verkäufe von Kleidung, Schuhen und Accessoires um 8–10% zurück. Zu den Käufern der anderen drei großen Kleiderfabriken gehörte ein Hersteller von Spezialkleidung, der Teil des Kalaschnikow-Konzerns ist. / Kommersant (RU)