Seit gestern ermittelt die russische Zentralbank den offiziellen Eurokurs ausgehend vom Dollar. Bisher berechnete die Zentralbank den Kurs anhand tatsächlicher Umtauschgeschäfte am russischen Markt. Das Handelsvolumen im Paar Rubel/Euro sei jedoch zu gering, um einen repräsentativen Kurs zu ermitteln, teilte die Zentralbank mit.
Der Eurokurs hatte zuletzt stark geschwankt. Am 30. Mai lag er bei 82,6 Rubel (Dollarkurs bei 71), am 2. Juni bei 86,2 (Dollar bei 71,6) und am 3. Juni bei 84,6 Rubel (Dollar bei 72,6).
Mit der neuen Methode scheide der Euro faktisch aus dem Kreis der für Russland zentralen Währungen aus, erklärt die russische Ausgabe des Wirtschaftsmagazins Forbes. Er werde zu einer von 52 Währungen, deren Kurs über die Daten nationaler Notenbanken berechnet wird – wie die dänische Krone, der algerische Dinar oder der mongolische Tögrög.
Die russische Zentralbank berechnet den Eurokurs künftig als sogenannten Kreuzkurs. Dafür verwendet sie den Euro-Dollar-Referenzkurs der Europäischen Zentralbank jeweils um 15:30 Uhr Moskauer Zeit. Aus ihm und dem eigenen Dollarkurs berechnet sie dann den Kurs Euro/Rubel. / RBC, Forbes (beide RU)