Aktivisten lassen Pirelli-Aktie abstürzen

Die Aktien des italienischen Reifenherstellers Pirelli brachen im Mailänder Handel um 13,5% ein und erreichten ein Tief von 5,31 Euro. Der Kurssturz erfolgte, nachdem Aktivisten der Investitionsgesellschaft Grizzly Research Pirelli enge Verbindungen zu Russland vorgeworfen hatten. Grizzly Research hält eine Short-Position in der Aktie und profitierte vom Kursverfall.

Die Aktivisten behaupten, Diskrepanzen zwischen Pirellis öffentlich ausgewiesenen Umsätzen und Daten aus russischen Berichten entdeckt zu haben. Laut ihren Angaben stammen 10% des Nettogewinns des Reifenherstellers aus dem Geschäft in Russland, während Pirelli angibt, dass Russland, der Nahe Osten, Afrika und Indien zusammen nur 6% seiner Umsätze ausmachen. Grizzly Research behauptet außerdem, dass Pirellis Reifenzentrum in Donezk das russische Militär beliefert. Zudem befinde sich das Pirelli-Werk im russischen Kirow auf demselben Gelände wie ein Forschungsinstitut von Rostec. Grizzly Research behauptet, dass das Institut eine 25-prozentige Beteiligung an mehreren russischen Pirelli-Assets hält.

Pirelli wies seinerseits die Anschuldigungen von Grizzly Research als falsch zurück. Das Unternehmen hat seine Anwälte beauftragt, Maßnahmen zum Schutz seines Rufs und seiner Aktionäre zu ergreifen. / Forbes (RU)

08.06.2026

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