Die EU-Botschafter haben sich auch gestern nicht auf das 21. Sanktionspaket gegen Russland einigen können. Grund ist der Widerstand Griechenlands gegen das geplante Transportverbot für russisches Flüssiggas (LNG). Heute beraten sie über einen Vermittlungsvorschlag der irischen EU-Ratspräsidentschaft.
Zuvor hatte Griechenland bereits einen Kompromiss abgelehnt, wonach EU-Tanker russisches LNG noch bis Januar 2029 in Drittstaaten transportieren dürften. Zugleich sah der Vorschlag ein Verbot neuer Verträge und eine Begrenzung der Exportmengen vor. Stattdessen fordert Athen eine unbefristete Ausnahme, erfuhr die Brüsseler Zeitung Politico von EU-Diplomaten.
Griechenland verfügt über die nach Kapazität weltweit größte Flotte an LNG-Tankern, erklärt Politico. Im Falle eines Transportverbots in Drittstaaten würden die Tanker künftig unter ausländischer Flagge fahren und weiter russisches LNG befördern, argumentiere die griechische Regierung. / Politico (EN)