Weniger Dünger aus Russland

Die Importe von russischem Dünger nach Deutschland sind im abgelaufenen Düngejahr 2025/2026 um 66% eingebrochen, berichtet die Berliner Zeitung. Ihr liegen Zahlen des Industrieverbands Agrar (IVA) vor, die auf Daten des Statistischen Bundesamts basieren. Demnach belief sich die Stickstoffmenge, die im direkt aus Russland importierten Dünger enthalten war, auf 48.800 Tonnen, nach 143.800 t im vorangegangenen Düngejahr, also von Juli 2024 bis Juni 2025. Die Importe lagen zuletzt allerdings noch immer um 53% über dem Vorkrisenniveau von 2020/2021, als es 31.800 t waren, betont die Zeitung. Im Düngejahr 2021/2022 hatten die Importe auf 56.800 t zugelegt, 2022/2023 erreichte das Volumen 185.100 t und blieb 2023/2024 auf dem hohen Niveau von 140.200 t.

Den Rückgang führt der IVA auf die seit Juli 2025 geltenden EU-Zölle zurück. Dass weiterhin russischer Dünger eingeführt wird, begründet der Verband mit den hohen Energiekosten in Deutschland. Der Dünger wird in Russland mit günstigem heimischem Gas produziert, und die Zölle gleichen laut IVA diesen Kostenvorteil nicht vollständig aus. / Berliner Zeitung

14.10.2026

Vorheriger Beitrag

Mehr Flugverspätungen

Nächster Beitrag

Förderstopp bremst E-Auto-Boom

Unser Telegram-Kanal

Bleiben Sie auf dem Laufenden mit unserem Telegram-Kanal

Возврат к списку