Die Aussetzung der staatlichen Förderung hat die Nachfrage nach in Russland gebauten Elektroautos und Hybriden sinken lassen. Das erfuhr die Wirtschaftszeitung Kommersant von der Mehrheit der von ihr befragten Autohändler. Ende September setzte das Industrieministerium die vergünstigten Autokredite und Leasingprogramme aus, mit denen im Inland produzierte Modelle gefördert wurden. Das Ministerium begründete den Schritt damit, dass die für 2026 eingeplanten Haushaltsmittel in Höhe von insgesamt 50 Mrd. Rubel (530 Mio. Euro) vorzeitig ausgeschöpft waren. Die Kreditförderung brachte beim Kauf eines Elektroautos 35% Rabatt, höchstens 925.000 Rubel (9800 Euro), das Leasingprogramm bis zu 500.000 Rubel (5300 Euro).
Zuvor waren die E-Auto-Verkäufe in Russland vor dem Hintergrund der Kraftstoffkrise stark gestiegen. Laut dem Branchendienst Awtostat wurden von Januar bis September 58.700 neue Plug-in-Hybride verkauft, 2,5-mal so viele wie im Vorjahreszeitraum. Der Absatz von reinen Elektroautos stieg um 42% auf 11.400 Stück. / Kommersant 1, 2, Autonews (beide RU)