Die russische Regionalfluggesellschaft Azimut sieht die Gefahr eines Defizits an Flugzeugkraftstoff. Laut dem Fachmedium Aviamotorschina hat das in Rostow am Don beheimatete Unternehmen den Luftfahrtverband AEVT gebeten, einen „Notdialog“ mit dem Energieministerium zu initiieren. In dem Schreiben berichtet Azimut, dass sein Hauptlieferant von Kerosin die vertraglich vereinbarte Menge um etwa ein Drittel gekürzt und sich dabei auf „höhere Gewalt an einer Reihe von Erdölraffinerien“ berufen habe. Zudem habe sich Kerosin seit Anfang Juni im Schnitt um 17% verteuert, wobei der Anstieg in einigen Regionen weit höher ausgefallen sei. Unter diesen Umständen sei die Fortsetzung des Flugbetriebs nicht wirtschaftlich, was für Inlandsflüge noch stärker gelte als für internationale Verbindungen, erklärte das Unternehmen laut dem Bericht.
Verkehrsminister Viktor Saweljew reagierte auf den Bericht mit der Bemerkung, dass ihm die Aussagen von Azimut nicht bekannt seien. Bisher lägen keine Meldungen über Flugplanänderungen und gestrichene Verbindungen seitens der Airlines vor, erklärte der frühere langjährige CEO von Aeroflot im Staatsfernsehen. / Kommersant, RBC (beide RU)