Die bei ukrainischen Drohnenangriffen beschädigten Lager des Onlinehändlers Wildberries waren versichert, allerdings nicht gegen „Terrorrisiken und Angriffe unbemannter Fluggeräte“, teilte Wildberries-Gründerin Tatjana Kim mit. Solche Risiken gehörten nicht zu den Standardverträgen für große Industrieobjekte, sondern erforderten eine gesonderte Klausel mit Zusatzlimits. Dazu seien die meisten russischen Versicherer bei großen Industrieobjekten nicht bereit, erklärte Kim.
Der Versicherer Rosgosstrach hat nach eigenen Angaben in vier Tagen mehr als 100 Anfragen von Lagerbetreibern und Marktplatzhändlern erhalten. Rosgosstrach-Chef Maxim Schepeljow erklärt, dass die Versicherer solche Risiken nur übernehmen könnten, wenn sie einen erheblichen Teil davon an Rückversicherer weitergeben. Seit dem Rückzug der ausländischen Marktteilnehmer aus Russland fehle jedoch diese Möglichkeit. / Frank Media (RU)