Die Regierung plant, die Haushaltsmittel für das Vorzugsleasingprogramm der Vereinigten Schiffbauunternehmen (OSK) durch Gebühren zu finanzieren. Dies berichtet die Zeitung Kommersant unter Berufung auf das Protokoll einer Sitzung des Ersten stellvertretenden Ministerpräsidenten Denis Manturow. In der Sitzung wurden die Zielvorgaben für das Flottenerneuerungsprogramm vereinbart. Demnach sollen alle Binnenschiffe, die älter als 40 Jahre sind, bis 2030 außer Dienst gestellt werden. Als Ersatz soll die OSK rund 500 Trockenfrachtschiffe, Containerschiffe, Tanker und Chemikalientanker mit einer Lebensdauer von über 10 Jahren bauen. Für die Schiffe wird eine maximale Altersgrenze von 50 Jahren festgelegt.
Das Programm soll nicht aus dem Haushalt, sondern über eine Investitionsabgabe finanziert werden, wie ein mit der Situation vertrauter Insider der Zeitung mitteilte. Die Investitionsabgabe soll sich aus zwei Zuschlägen zusammensetzen: einem Zuschlag pro Tonne Fracht auf die Inspektionsgebühr für Schiffe ab 30 Jahren und einer Hafengebühr pro Tonne Fracht. Die Einnahmen daraus sollen zwischen 2026 und 2030 insgesamt 210 Mrd. Rubel (2,5 Mrd. Euro) betragen: ein Drittel durch den Inspektionszuschlag und zwei Drittel durch die Hafengebühren. / Kommersant, Forbes (beide RU)