Niedrigwasser schmälert deutsches BIP

Der Wasserstand des Rheins ist aufgrund von Hitze und Dürre in Europa auf einem Achtjahrestief. Wie die Financial Times (FT) berichtet, schätzen Experten, dass die anhaltende Verflachung dieser wichtigen Logistikader das deutsche BIP-Wachstum um 0,1 bis 0,2 Prozentpunkte reduzieren wird. Die Schifffahrtsrinne zwischen Mainz und Koblenz ist derzeit 1,25 Meter tief, doch Prognosen zufolge wird die Hitze anhalten, was einen weiteren Rückgang des Wasserstands zur Folge haben wird. Unter diesen Bedingungen meiden Schiffe entweder die Wasserstraße oder transportieren weniger Ladung, was die Transportkosten erhöht. Dies wiederum führt zu Produktionskürzungen in den Werken am Rheinufer, darunter auch bei großen deutschen Chemiekonzernen wie BASF, Covestro und Evonik.

Während der vorangegangenen Dürre im Jahr 2018 verzeichnete BASF aufgrund von Produktionsausfällen einen operativen Verlust von 250 Mio. Euro. Insgesamt war der Juni 2026 der heißeste Juni in Europa seit Beginn der Datenerfassung. / FT (EN), Kommersant (RU)

03.08.2026

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