Im laufenden Jahr schließen in Russland monatlich 12.000 bis 15.000 Unternehmen aus wirtschaftlichen Gründen, rund dreimal so viele wie in den vorangegangenen Jahren. Das ermittelten Analysten der Sberbank auf Basis von Daten des föderalen Steuerdienstes FNS. Zudem kamen im Mai auf 1000 Unternehmen 5,5 Schließungen und nur 4,3 Neugründungen, womit die Schließungen erstmals seit mindestens neun Jahren über den Gründungen lagen.
Betroffen sind vor allem kleine und mittlere Unternehmen. Im 1. Halbjahr nutzten 47.500 Firmen die nur KMU offenstehende vereinfachte Liquidation, ebenfalls dreimal so viele wie ein Jahr zuvor, wie das Datenprojekt „Jesli byt totschnym“ (dt. „Um genau zu sein“) errechnete. Als wahrscheinlichen Grund nennt das Projekt die zum Januar 2026 gesenkte Umsatzschwelle, ab der Nutzer der vereinfachten Besteuerung Mehrwertsteuer zahlen müssen. / Frank Media (RU)