Mangel an Migranten

Das russische Innenministerium hat nach eigenen Angaben in den ersten acht Monaten des laufenden Jahres 1,39 Mio. Arbeitspatente erteilt, ein Viertel weniger als im Vorjahreszeitraum. Diese Patente benötigen Bürger visafreier Staaten wie Usbekistan und Tadschikistan.

Die Tageszeitung Izvestia erklärt den Rückgang mit den verschärften Regeln für die Beschäftigung von Migranten. Laut dem Blatt bestehen zurzeit in 55 russischen Regionen branchenspezifische Beschäftigungsverbote für Migranten. Nach Einschätzung der russischen Zentralbank hat das in einigen Regionen den Arbeitskräftemangel verschärft. Als Beispiele führt die Zentralbank die fernöstlichen Gebiete Sachalin und Magadan an.

Izvestia schreibt, dass der gemeldete Personalbedarf in Regionen mit Patentverboten besonders stark gestiegen sei. So gehe aus Daten des Statistikamts Rosstat hervor, dass die Nachfrage nach Arbeitskräften in der Republik Altai bis Juli um mehr als 150% auf 3900 Stellen gestiegen sei. Im Gebiet Kurgan stieg sie um 50% auf 10.800 Stellen und im Gebiet Wolgograd um 42% auf 33.800 Stellen, so der Bericht. / Izvestia (RU)

25.09.2026

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