Öl- und Gaseinnahmen im September

Die Öl- und Gaseinnahmen des russischen Staatshaushalts lagen im September mit 452 Mrd. Rubel (4,7 Mrd. Euro) um 22% unter dem Niveau des Vorjahresmonats, belegen Daten des Finanzministeriums. Seit dem Beginn des Iran-Konflikts waren die Einnahmen nur im Vormonat August mit 424 Mrd. Rubel (4,4 Mrd. Euro) niedriger. Der durchschnittliche Ölpreis im August, auf dem die September-Einnahmen basieren, belief sich laut dem Wirtschaftsministerium auf 67,1 Dollar pro Barrel Urals, 8 Dollar mehr als im Juli. Dass die Einnahmen im September nicht höher ausfielen, lag u. a. am sogenannten Dämpfer-Mechanismus. Er sieht Ausgleichszahlungen des Staats an die heimischen Benzin- und Dieselproduzenten vor, um die Preise auf dem Binnenmarkt zu stabilisieren. Im September summierten sich diese Dämpfer-Zahlungen auf 305,5 Mrd. Rubel (3,2 Mrd. Euro), was der höchste Wert seit April 2022 ist. Ölpreis und Dämpfer allein könnten die „bescheidenen“ Öl- und Gaseinnahmen im September jedoch nicht erklären, betont die Wirtschaftszeitung Kommersant. Ein weiterer Faktor seien „die verringerte Förderung und Verarbeitung aufgrund von Problemen der Branche“, schreibt das Blatt. 

Im September stieg der Urals-Preis laut Wirtschaftsministerium auf durchschnittlich 92,1 Dollar pro Barrel. Das Finanzministerium kündigte deshalb gestern an, von morgen an bis zum 6. November Devisen und Gold im Wert von insgesamt 279,4 Mrd. Rubel (2,9 Mrd. Euro) für den Nationalen Wohlstandsfonds zu kaufen. Das ist rund fünfmal so viel wie im Zeitraum davor mit 55,6 Mrd. Rubel (580 Mio. Euro). / Kommersant, Vedomosti (beide RU)

06.10.2026

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