Russische Banken dünnen ihre Filialnetze mit wachsendem Tempo aus. Seit Beginn dieses Jahres wurden landesweit mehr als 1370 Zweigstellen geschlossen, zeigt die Statistik der Zentralbank in Moskau. Im Vorjahreszeitraum waren 737 und ein Jahr davor 590 Bankfilialen verschwunden. In diesem Jahr wurden im Schnitt 196 Standorte pro Monat geschlossen, doppelt so viele wie 2025. Dmitri Grizkewitsch, Chefanalyst der Großbank PSB, ehemals Promsvyazbank, macht vor allem ein verändertes Kundenverhalten für das zunehmende Filialsterben bei den Banken verantwortlich. Die Mehrheit der Standardtransaktionen lasse sich inzwischen online durchführen, während der Bedarf an Bargeld weitgehend durch Geldautomaten gedeckt werde, erklärt er. / RBC (RU)