Fremdverwaltung für Nestlé gefordert

Das bislang wenig bekannte russische Unternehmen KS Logistika hat sich an Präsident Wladimir Putin mit der Bitte gewandt, das Russlandgeschäft des Schweizer Nahrungsmittelgiganten Nestlé unter Fremdverwaltung zu stellen. Dies erfuhr die Wirtschaftszeitung Kommersant von Insidern. Sein Anliegen begründe KS Logistika damit, dass Nestlé keine Expansion auf dem russischen Markt plane und den Export von in Russland hergestellten Produkten gestoppt habe. Die Petition sei an Vizepremier Dmitri Patruschew gerichtet worden, der nun bis Jahresende sein Gutachten dazu vorlegen soll, so der Bericht.

Nestlé Russland teilte auf Kommersant-Nachfrage mit, dass seine russischen Produktionsstätten den Betrieb fortsetzten und all ihren Verpflichtungen bislang nachgekommen seien. Man habe vonseiten der russischen Behörden keine Anfragen bezüglich des Antrags von KS Logistika erhalten, sagte ein Sprecher. Er betonte, dass Nestlé Russland in den Jahren 2022 bis 2025 in die Aufrechterhaltung der Produktion und des Betriebs investiert habe.

Nestlé produziert laut Kommersant an sechs Standorten in Russland: in Kaluga, Wologda, Samara, Wladimir, Perm und Krasnodar. Das Russlandgeschäft der Schweizer koste auf dem freien Markt zwischen 160 Mrd. und 170 Mrd. Rubel (1,63 Mrd. und 1,73 Mrd. Euro), schätzt Michail Burmistrow vom Marktforschungsunternehmen Infoline. / Kommersant, Forbes (beide RU)

18.08.2026

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