Handelsspanne erstmals negativ

Die Preisaufschläge der russischen Handelsketten auf sozial bedeutsame Lebensmittel waren im Juni erstmals seit Beginn der Erhebung negativ, meldete der Einzelhandelsverband AKORT. Demnach belief sich die Handelsspanne bei diesen Produkten auf durchschnittlich minus 1%, wobei die Ketten 13 der 25 staatlich beobachteten Positionen unter dem Einkaufspreis verkauften, vor allem Gemüse. Am tiefsten im Minus lagen Karotten mit einer Handelsspanne von minus 22,1% und Weißkohl mit minus 12,6%. Für das gesamte 1. Halbjahr 2026 ergibt sich eine positive Handelsspanne bei den sozial bedeutsamen Waren von 1,2%.

Für das gesamte Sortiment belief sich die Handelsspanne im 2. Quartal 2026 auf 28%, nach 27% im Vorjahresquartal, belegt die Statistik von Rosstat, in der auch kleinere Händler berücksichtigt sind.

Marktbeobachter erklären die sinkende Handelsspanne mit dem Druck der Antimonopolbehörde FAS, die den Handel bei starken Preissteigerungen verwarnt und Verfahren einleitet, sowie mit dem Wettbewerb um Kundschaft, deren Ausgaben für Lebensmittel zuletzt zurückgingen. / Kommersant (RU)

02.08.2026

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