Im ersten Quartal 2026 wurden in Russland mehr als 3800 neue Pkw des deutschen Herstellers BMW zugelassen, berichtet der Branchendienst Autostat. Im Vergleich zum Vorjahresquartal stieg die Zahl der Zulassungen somit um 91%. Meistverkauftes Modell war mit rund 1200 Zulassungen der Mittelklasse-SUV BMW X3, dessen Verkäufe sich gegenüber dem Vorjahr mehr als verdreifachten. Es folgen der BMW X5 mit 647 verkauften Einheiten (+77%), der X1 (465, +189%), der X7 (349, +35%) und der X6 (293, +17%).
Laut Autostat wurde die Mehrheit (51,5%) der in Russland verkauften BMW in China gebaut. In Deutschland hergestellte Fahrzeuge machen 43,5% der Verkäufe aus. Bei weiteren 3,5% sind die USA das Herkunftsland. Aus russischer Produktion stammen 40 der verkauften BMW-Fahrzeuge. Diese dürften im Kaliningrader Werk Awtotor ohne Erlaubnis der Deutschen aus Lagerbeständen montiert worden sein. BMW hatte bereits im Frühjahr 2025 von seinem ehemaligen lokalen Partner distanziert. Man übernehme keine Verantwortung für Autos, die in Kaliningrad nach dem Rückzug des bayrischen Autobauers gebaut worden seien, hieß es. Die Münchner hatten 2022 Russland verlassen. Seitdem gelangen ihre Fahrzeuge aber über den Parallelimport auf den russischen Markt. / Kommersant, RBC (beide RU)