
Von Januar bis September 2026 sind in Russland Gewerbe- und Wohnimmobilien für 565 Mrd. Rubel (6,0 Mrd. Euro) verkauft worden, ein Drittel weniger als im Vorjahreszeitraum. Das geht aus Berechnungen des Immobilienberaters IBC Real Estate hervor. Für das Gesamtjahr erwarten die Analysten ein Investitionsvolumen von 850 bis 900 Mrd. Rubel (9,0 bis 9,6 Mrd. Euro), nach 1,2 Bio. Rubel (12,8 Mrd. Euro) im Vorjahr. Als Gründe für den Rückgang nennen Branchenvertreter teure Kredite, hohe Steuerlast, ein knappes Angebot an hochwertigen Objekten und höhere Renditen von Bankeinlagen.
Auch 2026 dürfte das Volumen deutlich über dem Niveau von vor 2022 liegen (siehe Grafik). Gründe dafür waren zunächst die Rückzugsverkäufe westlicher Unternehmen und in letzter Zeit verstärkt die Versteigerungen verstaatlichter Vermögenswerte. So entfielen laut IBC im 3. Quartal 86% des Transaktionsvolumens in Logistikparks auf die Versteigerung der Lager von Raven Russia. / Kommersant (RU)