Die EU-Botschafter haben sich gestern auf ihr umfangreichstes Sanktionspaket gegen Russland verständigt, gemessen an den darin enthaltenen 1646 Einzelsanktionen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters mit Verweis auf drei Diplomaten. Die EU-Außenminister dürften die Sanktionen am nächsten Montag beschließen.
Laut dem Nachrichtenportal Euronews betreffen die neuen Sanktionen u. a. 743 Individuen und 826 juristische Personen, die laut Reuters dem russischen militärisch-industriellen Komplex zugerechnet werden. Insgesamt wächst die schwarze Liste der EU damit von derzeit 3000 auf fast 4650 Einträge. Laut dem Bericht wollten die Mitgliedstaaten mit der Einigung auch Geschlossenheit zeigen, nachdem u. a. Frankreich und Luxemburg im vergangenen Monat die Streichung der Milliardäre Alischer Usmanow und Michail Fridman von der Sanktionsliste durchgesetzt hatten. / Reuters, Euronews (EN), RBC (RU)