EU-Sanktionen beschlossen

Die EU-Außenminister haben gestern den zahlenmäßig bisher umfangreichsten Sanktionsbeschluss gegen Russland gefasst. Wie zuvor schon von Medien berichtet, umfasst das „Sanktionslisten-Paket“, so die EU-Pressemitteilung, rund 1600 einzelne Maßnahmen, davon 743 gegen Personen sowie 826 gegen Unternehmen und Organisationen. Da darin keine sektoralen Sanktionen gegen die russische Wirtschaft enthalten sind, gilt das neue Paket nicht als das 22. Sanktionspaket, erklärt die russische Wirtschaftszeitung Kommersant mit Verweis auf Aussagen der EU-Kommission.

Die neuen Sanktionen richten sich laut EU gegen den russischen „militärisch-industriellen Komplex“. Betroffen sind neben Rüstungsbetrieben und Werften u. a. der Reifenhersteller Kordiant, der Hersteller von Lkw und Bussen GAZ sowie der IT-Hersteller Aquarius. Ebenfalls mit Sanktionen belegt wurde der finanziell angeschlagene russische Immobilienkonzern Samoljot. Die EU begründete das damit, dass Samoljot nordkoreanische Arbeiter auf Baustellen in Wladiwostok beschäftige. Deren Einkünfte könnten zur Finanzierung des nordkoreanischen Atomprogramms herangezogen werden. / Kommersant 1, 2 (RU), EU (EN)

13.10.2026

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