EU-Gericht bremst Vermögenssperren

Der Gerichtshof der Europäischen Union hat die Rechte von russischen Unternehmenstöchtern in der EU gestärkt. Im Fall der Litauentochter des russischen Energiekonzerns Inter RAO, Inter Rao Lietuva, hatte Litauen 2022 die Vermögenswerte des Unternehmens eingefroren. Als Begründung führten die Behörden eine Verbindung des litauischen Unternehmens über seine staatlich kontrollierte russische Mutter bis zum sanktionierten Staatsoberhaupt Wladimir Putin an. Inter Rao Lietuva selbst stand zu dem Zeitpunkt nicht unter EU-Sanktionen, die Konzernmutter Inter RAO wurde erst im Juli 2026 sanktioniert. Das Gericht stellte klar, dass die litauischen Behörden hätten belegen müssen, dass die sanktionierte Person konkret auf die Entscheidungen des Unternehmens einwirken könne.

Gegenüber der russischen Wirtschaftszeitung RBC erwarten Juristen, dass sich künftig weitere Unternehmen in Prozessen um die Freigabe eingefrorener Vermögenswerte auf das Urteil berufen werden. / RBC, Frank Media (beide RU)

10.09.2026

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