Zentralbank: BIP-Minus 0,5%

Die russische Wirtschaft ist im 1. Quartal um 0,5% geschrumpft, schätzt die Zentralbank in ihrer neuen mittelfristigen Makro-Prognose, die vergangene Woche erschienen ist. Das Wirtschaftsministerium schätzte den Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) hingegen auf 0,3%. In ihrer letzten Makro-Prognose von Mitte Februar hatte die Zentralbank selbst noch mit einem Wachstum im 1. Quartal um 1,6% gerechnet. Dass dieses Ziel nun verfehlt wurde, führt der aktuelle Bericht auf zwei Faktoren zurück: Zum einen sei der Effekt der zusätzlichen Feiertage im Januar und Februar „etwas geringer“ eingeschätzt worden, als er am Ende ausgefallen sei; außerdem hätten sich ungünstige Wetterbedingungen auf einzelne Branchen wie die Bauwirtschaft ausgewirkt.

Für das 2. Quartal 2026 erwartet die Zentralbank eine Belebung der Wirtschaft, auch wegen des „umgekehrten Kalendereffekts“. Gab es zu Beginn des Jahres noch drei arbeitsfreie Tage mehr als im Vorjahresquartal, sind es im 2. Quartal drei Tage weniger. Auch damit begründet die Zentralbank, dass ihre Prognose für das Gesamtjahr unverändert bei +0,5–1,5% bleibt. / Russ. Zentralbank (RU)

13.05.2026

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