Weltweite Geburtenrate erstmals unter Erhaltungsrate

In diesem Jahr werden weltweit voraussichtlich erstmals weniger Kinder geboren, als nötig wären, um die aktuelle Bevölkerungszahl konstant zu halten, prognostizieren US-Forscher aus der Northwestern University und der University of Pennsylvania. Laut ihren Berechnungen liegt die durchschnittliche weltweite Geburtenrate 2026 bei höchstens 2,2 Kindern pro Frau und damit erstmals in der Menschheitsgeschichte unter dem Bestandserhaltungsniveau. Selbst während großer Kriege und Epidemien sei dies bislang nie vorgekommen, betonen die Forscher.

Setzt sich die aktuelle Entwicklung fort, so dürfte die Weltbevölkerung mit 9 Mrd. im Jahr 2056 ihren Höhepunkt erreichen und danach rasant schrumpfen, so die Studie. Ihr zufolge hängt der Geburtenrückgang weder vom Einkommensniveau noch von kultureller Tradition noch von der Staatsform ab. Besonders stark sind die Geburtenraten in Südkorea, Thailand, Chile, Kolumbien und China gefallen. Auch in Afrika schrumpft die Bevölkerung.

In Russland lag die Geburtenrate Ende 2025 nach Angaben der Statistikbehörde Rosstat bei 1,374 Kindern pro Frau und damit leicht unter dem Niveau des Vorjahres (1,4). Der bislang höchste russische Wert wurde 2015 mit 1,77 gemessen. / University of Pennsylvania (EN), Vedomosti (RU)

29.08.2026

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