Bis zu den Wahlen zur Staatsduma im Herbst werden russische Mobilfunkbetreiber nicht verpflichtet, Gebühren für internationales Datenvolumen zu erheben. Dies erklärte eine Quelle aus dem Telekommunikationsmarkt gegenüber der russischen Zeitung Kommersant. Zwei weitere Quellen bestätigten diese Aussage. Demnach gibt es derzeit kein Dokument, das den Zeitrahmen für die Einführung der Gebühr oder die Verpflichtungen der Betreiber festlegt. Darüber hinaus soll die technische Umsetzung einer solchen Maßnahme noch unklar sei, da viele russische Dienste und Websites ausländische IP-Adressen verwenden. „Das wird höchstwahrscheinlich dazu führen, dass es technisch unmöglich ist“, mutmaßt die Kommersant-Quelle. Medien berichteten zuvor, dass das russische Digitalministerium die Einführung zusätzlicher Gebühren für internationales Datenvolumen auf Mobiltelefonen prüft. Das Ministerium forderte die Mobilfunkbetreiber auf, eine Gebühr für die Nutzung von mehr als 15 GB internationalem Datenvolumen pro Monat in Mobilfunknetzen zu erheben. Das Ministerium hat den Auftrag, die Nutzung von VPN-Diensten in Russland einzudämmen. Diese werden häufig zur Nutzung der in Russland gesperrten Webseiten oder sozialen Netzwerke eingesetzt. / Kommersant (RU)