Moskau erwartet, dass die Uneinigkeiten im Zusammenhang mit dem Pipelineprojekt „Sila Sibiri-2“, übersetzt auf Deutsch „Kraft Sibiriens“, während des China-Besuchs von Präsident Wladimir Putin gelöst werden. Dies berichtet die US-Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Quellen aus dem russischen Regierungsumfeld. Demnach hofft Moskau darauf, dass die durch den Nahostkonflikt verursachten Turbulenzen auf den Energiemärkten China zu mehr Flexibilität bei den Vertragsverhandlungen über die Gaspreise für die Pipeline bewegen werden. Chinesische Beamte hätten zwar Interesse an einer Beschleunigung der Verhandlungen bekundet, doch bisher seien keine nennenswerten Fortschritte erzielt worden, so ein russischer Beamter gegenüber Bloomberg.
Die Pipeline „Sila Sibirii-2“ ist eine geplante Fernleitung, die die Gasfelder Westsibiriens über die Mongolei mit China verbinden soll. Die Planungsarbeiten für die Pipeline begannen im September 2020. Ihre geschätzte Länge beträgt rund 6700 Kilometer – 2700 Kilometer davon verlaufen durch Russland. / Bloomberg (EN), RBC (RU)