Im vierten Anlauf war die Versteigerung des viertgrößten russischen Goldförderers JuGK erfolgreich. Vor einem Jahr hatte ein Gericht auf Antrag des Generalstaatsanwalts die Anteile des Hauptaktionärs Konstantin Strukow dem Staat übergeben. Der russische Unternehmer hielt 67,2% der JuGK-Aktien, ein weiterer Großaktionär ist mit 22% die Staatsbank Gazprombank. Die bisherigen Auktionen waren mit einem Anfangspreis von 162 Mrd. Rubel (1,9 Mrd. Euro) gescheitert. Das siegreiche Gebot belief sich letztlich auf 93,2 Mrd. Rubel (1,1 Mrd. Euro), was unter dem Marktwert der Aktiva lag, den der Broker Finam auf etwa 113 Mrd. Rubel (1,3 Mrd. Euro) schätzt.
Beim Käufer handelt es sich um die Holdinggesellschaft des Bauunternehmens Bamtonnelstroj-Most (BTS-Most), das auf Infrastruktur wie Tunnel, Brücken und Häfen spezialisiert ist. Sein Eigentümer Ruslan Bajsarow besitzt auch ein Kohleunternehmen in der Republik Tuwa und hat somit Bergbauerfahrung, bemerken Analysten. BTS-Most hat enge geschäftliche Beziehungen zur Gazprombank, bemerkt die Wirtschaftszeitung Kommersant. So seien Ende des vergangenen Jahres 100% der operativen Gesellschaft AO BTS-Most im Wert von 192 Mrd. Rubel (rund 2,3 Mrd. Euro) an die Gazprombank verpfändet gewesen. / Kommersant, Vedomosti (beide RU)