Unternehmen in Russland investieren zunehmend in den Schutz vor Drohnenangriffen, berichtet die Zeitung Vedomosti unter Verweis auf Branchenanalysten. Auf der Ausschreibungsplattform Tenderplan gaben Unternehmen im ersten Halbjahr 441,3 Mio. Rubel (4,6 Mio. Euro) für nichttödliche Abwehrmittel aus – beinahe siebenmal so viel wie ein Jahr zuvor. Auf der Beschaffungsplattform Kontur.Zakupki stieg der Wert der Käufe um 49% auf 25,7 Mio. Rubel (268.900 Euro) an.
Der Run auf Drohnenabwehr-Systeme habe eingesetzt, nachdem Präsident Wladimir Putin Ende Mai die Regierung aufgefordert hatte, Maßnahmen zum Schutz von Industrieanlagen vor Drohnenangriffen vorzulegen, verriet ein Tenderplan-Sprecher. Als weiteren Faktor nennen Branchenkenner Lücken im Versicherungsschutz: Entweder verweigern die Versicherer die Deckung von Drohnenschäden in vollem Umfang oder sie verlangen zu hohe Prämien. / Forbes (RU)