Die Reallöhne in Russland sind von 2022 bis 2025 um insgesamt 25% gestiegen, die Arbeitsproduktivität nur um 4%. Das hat die Wirtschaftszeitung RBC auf Grundlage von Daten der Statistikbehörde Rosstat berechnet. Das Wirtschaftsministerium erklärt die Diskrepanz u. a. mit dem Fachkräftemangel, durch den ein größerer Teil der Wertschöpfung an die Beschäftigten fließe. Zudem gewinnen nach Einschätzung von Experten Dienstleistungen und andere Branchen außerhalb des Rohstoffsektors an Gewicht, in denen Löhne einen größeren Anteil an der Wertschöpfung haben. Das schwache Produktivitätswachstum führen Experten auf zu geringe Investitionen zurück. Die Unternehmen hielten sich wegen der hohen Zinsen damit zurück, etwa bei der Automatisierung. / RBC (RU)