Russland hat im vergangenen Jahr 85% seiner Importe in nationalen Währungen abgewickelt. 2024 waren es noch 78%. Das ergibt sich aus der Statistik der russischen Zentralbank. Bei den Exporten legte der Anteil um fünf Prozentpunkte auf 86% zu. 2021 rechnete Russland nur 15% seiner Exporte und 32% seiner Importe in nationalen Währungen ab. Als nationale Währungen zählen dabei der Rubel sowie die Währungen sogenannter „befreundeter Länder“, während insbesondere Dollar und Euro als „toxisch“ bezeichnet werden. Ihr Anteil fiel im Import um 6,9 Prozentpunkte auf 15% und im Export um 4,1 Prozentpunkte auf 14,4%.
Als Hauptgründe für den immer höheren Anteil der nationalen Währungen gelten die westlichen Sanktionen und die Umstellung des Zahlungsverkehrs. Der Rubel-Anteil stieg im Import um 11,2 Punkte auf 54,4% und im Export um 12,4 Punkte auf 53,7%. Den größten Sprung machte der Rubel bei den Exporten nach Afrika, wo sein Anteil um 35 Prozentpunkte zulegte. Einen absoluten Prozentwert führt die Zeitung Izvestia in ihrem Bericht nicht an. Zugleich hat die Verwendung des chinesischen Yuan, der indischen Rupie und anderer befreundeter Währungen nachgelassen. Experten erklären dies mit ihrer begrenzten Eignung zur Wertaufbewahrung und zur Abrechnung mit Drittländern. / Izvestia (RU)