Die Geschäftsaktivität kleiner und mittelständischer Unternehmen in Russland blieb im Juni schwach. Der RSBI-Index, der diese Aktivität misst, verharrte im negativen Bereich, obwohl er im Juni von 48,4 auf 49,6 stieg. Der RSBI wird von der Bank PSB, dem Unternehmerverband Opora Rossii und Magram Market Research berechnet. Werte über 50 deuten auf Wachstum hin, Werte darunter auf einen Rückgang. Auch die Umsätze blieben im negativen Bereich: 41,6 Punkte gegenüber 40,8 im Mai. Rund die Hälfte der Unternehmer (47%) meldete einen Umsatzrückgang, nur 21% verzeichneten einen Anstieg. Die Statistiken spiegeln Absatzschwierigkeiten wider, unter anderem eine schwache Nachfrage und steigende Kosten. Die Personalkomponente stieg ebenfalls leicht von 44,2 im Mai auf 48,3 Punkte, doch die Geschäftsaussichten sind nicht ermutigend. Ein Viertel der befragten Unternehmen reduzierte im Juni seine Belegschaft, während 15% der Unternehmer neue Mitarbeiter einstellten. Erstmals seit Jahresbeginn verzeichnete die Investitionskomponente ein Wachstum, und zwar um 2,8 Prozentpunkte auf 53,8 Punkte. Der Anteil derjenigen, die mit einem Anstieg der Investitionen rechneten, stieg um 3 Prozentpunkte auf 29%. Der Anteil der Pessimisten sank um 3 Prozentpunkte auf 17%, blieb aber weiterhin auf einem historisch hohen Niveau. / Kommersant (RU)