Die Association of European Businesses (AEB) hat ihre diesjährige Geschäftsklima-Umfrage vorgestellt. Von den 119 befragten überwiegend europäischen Mitgliedsunternehmen glauben nur 17%, dass die russische Wirtschaft in den nächsten ein bis zwei Jahren wächst. In der Vorjahresumfrage war es noch jedes zweite Unternehmen. Für das vergangene Jahr berichteten 40% von einem Umsatzwachstum, 16 Prozentpunkte weniger als im Vorjahr. Ein Drittel gab sinkende Umsätze an, 2025 waren es 22%. Im laufenden Jahr wollen 13% der Unternehmen Investitionen herunterfahren, doppelt so viele wie 2025. Deutlich gestiegen ist der Sanktionsdruck. Die mittelfristigen Erwartungen der Unternehmen bleiben jedoch im positiven Bereich. 57% gehen von einem Umsatzwachstum in den nächsten drei Jahren aus, 40% erwarten steigende Gewinne. Das entspricht in etwa den Resultaten der letztjährigen Umfrage, in der 59% steigende Umsätze und 38% steigende Gewinne erwarteten.
55% sind erheblich von den westlichen Sanktionen betroffen, im Vorjahr waren es 46%. Die größten Probleme bereiten Sanktionen gegen russische Banken und der internationale Zahlungsverkehr.
Der AEB-Geschäftsklimaindex fiel von 127 auf 111 Punkte. Tiefer stand er das letzte Mal im Krisenjahr 2015 mit 106 Punkten, wenn man das Schockjahr 2022 außen vor lässt, als der Index auf 80 Punkte einbrach. / AEB (EN), RBC (RU)