Der Leitindex der Moskauer Börse gab gestern um 2,7% auf 2112 Punkte nach. Neben den allgemeinen Faktoren, die seit Monaten die Aktienkurse in Russland fallen lassen, kam zuletzt die Diskussion über mögliche neue US-Sanktionen hinzu.
Gazprom verlor rund 4% und fiel erstmals seit 2008 unter 90 Rubel. Der jüngste Abverkauf beim größten russischen Gasproduzenten könnte auch mit einem Bericht des Wall Street Journals zusammenhängen, meint der russische Broker General Invest. Darin berichtet die US-amerikanische Wirtschaftszeitung unter Berufung auf Insider von einer harten Haltung Chinas in den Verhandlungen mit Russland über den Bau der Gaspipeline Power of Siberia 2. So wolle Peking dem Bau nur zustimmen, wenn es das Gas zu den russischen Inlandspreisen erhalte. Die Chinesen hätten die Verhandlungen de facto eingefroren, bis sich die russische Seite auf diese Bedingung einlasse, so der Bericht. / Forbes, Investing.com (beide RU), Wall Street Journal (EN)