Im März stieg das Transportvolumen zwischen China und Europa über Russland um 45% auf 31.000 Tonnen TEU (Twenty-Foot Equivalent Unit, Standardeinheit zur Messung der Kapazität von Frachtcontainern). Dies teilte Verkehrsminister Andrej Nikitin der Zeitung „Izvestia“ mit. Das Interesse der Spediteure an dieser Transitroute sei auf die Bedrohungen im Roten Meer und den instabilen Betrieb des Suezkanals zurückzuführen, erklärte der Minister.
Die Trans-Eurasische Route verbindet mehr als 120 chinesische Städte mit 200 Zielen in Dutzenden europäischen Ländern. Die Lieferung über diese Route dauere durchschnittlich 12 bis 15 Tage, so die Zeitung. Die Seeroute durch den Suezkanal benötige derzeit 40 bis 45 Tage. Von „Izvestia“ befragte Experten nannten die antirussischen Sanktionen als Haupthindernis für die Entwicklung des Korridors. Sie wiesen auf Probleme bei der Zahlungsabwicklung sowie auf Reputations- und Rechtsrisiken für Unternehmen hin. / Izvestia, Kommersant (beide RU)