Der belgische Finanzdienstleister Euroclear hat im vergangenen Jahr nach eigenen Angaben 5 Mrd. Euro mit den russischen Vermögenswerten erlöst, die auf seinen Konten eingefroren sind. Infolge der niedrigeren Zinsen sind die Erlöse gegenüber 2024 um 26% gesunken. Von den Erlösen hat Euroclear im Juli 1,6 Mrd. an die EU-Kommission zugunsten der Ukraine überwiesen, Anfang 2026 sollte die zweite Tranche in Höhe von 1,4 Mrd. Euro folgen. Ende Dezember 2025 belief sich die Bilanzsumme von Euroclear auf 222 Mrd. Euro, wovon 195 Mrd. Euro auf die russischen Zentralbankgelder entfielen, die das Unternehmen verwahrt.
Derweil hat die US-Ratingagentur Fitch den Ausblick für Euroclear von negativ auf stabil verbessert. Grund ist der Verzicht auf eine Beschlagnahmung der russischen Assets durch den Europäischen Rat am 18. Dezember 2025. Am Tag davor hatte Fitch Euroclear wegen der diskutierten EU-Pläne zur Nutzung der russischen Assets zugunsten der Ukraine unter negative Beobachtung gestellt. / Euroclear (EN), Frank Media (RU)
Euroclear mit weniger Asset-Erlösen
05.02.2026
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