EU-Verbot trifft Holzbranche
Das Einfuhrverbot der EU für Holz aus Russland hat die russischen Produzenten hart getroffen, berichtet die staatliche Nachrichtenagentur RIA Novosti. Vor 2022 habe Russland jährlich 38-43 Mio. Tonnen Holz exportiert und damit 14-16 Mrd. Dollar eingenommen. Nach dem Inkrafttreten des Importverbots Mitte 2022 seien die Exporte um 20% bis 30% eingebrochen. Der Großkunde China habe die Lücke nicht schließen können, da sein Holzmarkt zu klein sei. Als Beispiel führt RIA den größten russischen Holzproduzenten Segezha Group an, der im vergangenen Jahr einen Verlust in Höhe von 16 Mrd. Rubel (160 Mio. Euro) verbuchen musste, nachdem er 2022 noch 6 Mrd. Rubel Gewinn gemacht hatte. Auch die EU habe Einbußen erlitten, so der Bericht. Die Importe aus Russland seien zum Teil durch solche aus den USA und der Türkei ersetzt worden, die jeweils 15% bzw. 10% mehr für das Holz verlangten. Beim türkischen Holz dürfte es sich größtenteils um Reexporte aus Russland handeln, sind sich von RIA zitierte russische Experten sicher. / [RIA](https://ria.ru/20240326/derevo-1935733610.html) (RU)
28.03.2024
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