Bulgarien hat ein Veto gegen das 21. EU-Sanktionspaket gegen Russland eingelegt. Die Sanktionen richteten sich gegen Seine Heiligkeit Patriarch Kirill von Moskau und der ganzen Rus sowie gegen den bulgarischen Energiesektor, konkret in Person des Lukoil-Miteigentümers Wagit Alekperow. Sofia hatte sich gegen diesen Schritt ausgesprochen. Der bulgarische Ministerpräsident Rumen Radew gab dies auf dem EU-Gipfel in Brüssel bekannt. „Wir werden Sanktionen in dieser Form nicht unterstützen. Wir haben eine Stimme, und wir werden sie nutzen“, betonte Radew. Er hob hervor, dass Alekperow erhebliche Ressourcen und Anstrengungen investiert habe, um Bulgarien eine der modernsten Ölraffinerien Europas zu sichern. „Wir werden keine Sanktionen gegen Wagit Alekperow zulassen. Das wäre ein Eigentor“, fügte Radew hinzu. Bulgarien äußerte sich am 17. Juni zu dem neuen EU-Sanktionspaket. Am 9. Juni hatte die Europäische Kommission die Vorschläge für das 21. Sanktionspaket gegen Russland vorgelegt. / Vedomosti (RU)