Die Krise im russischen stationären Buchhandel hat sich im 1. Halbjahr 2026 weiter vertieft. Laut dem Branchenverband ASKR sanken die Umsätze im Jahresvergleich um 5,1% auf 14 Mrd. Rubel (146 Mio. Euro). Im gesamten vergangenen Jahr verlor der Buchhandel 1,2%, nachdem er bereits 2023 um 4,9% und 2024 um 1,6% geschrumpft war.
Als Gründe für den sich beschleunigenden Rückgang gelten neben dem Trend zu E-Books auch steigende Preise bei sinkender Kaufkraft. Laut ASKR kostete ein Buch im 1. Halbjahr durchschnittlich 615 Rubel (6,40 Euro), 12,7% mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Verband führt zudem noch die Steuererhöhungen der vergangenen Jahre an. / Izvestia (RU)