Buchdruck in der Krise

Der russische Buchdruck befindet sich in der schwersten Krise seit zehn Jahren. Das sagte Pawel Arsenjew, der CEO der Großdruckerei Pareto-Print, auf einer Branchenkonferenz. Im laufenden Jahr hätten die Druckereien etwa 30% ihrer Mitarbeiter entlassen und produzierten nicht mehr wie früher rund um die Uhr, berichtete er. Andere Branchenvertreter bestätigten die schwierige Lage, für die sie auch den Trend zur Verlagerung des Buchdrucks nach China verantwortlich machten. Die Unternehmen ließen ihre Bücher im Ausland drucken, weil in Russland bestimmte Materialien für die Nachbearbeitung wie Lacke und Farben knapp seien. Ein weiterer belastender Faktor ist laut Arsenjew, dass der staatliche Schulbuchverlag Prosweschtschenije dieses Jahr rund 30% weniger Schul- und Lehrbücher drucken lasse. / Kommersant (RU)

08.09.2026

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