Die Treibstoffkrise in Russland geht offenbar in eine neue Runde. Mitte August war der Verkauf von Benzin in 58 russischen Regionen stark eingeschränkt, zeigen Daten des Portals BenZinMap. Mit Versorgungsengpässen oder steigenden Preisen waren demnach 18 Regionen konfrontiert. Auslöser waren neue Raffinerieausfälle infolge ukrainischer Drohnenangriffe. Vor diesem Hintergrund beauftragte Vizepremier Alexander Nowak gestern die zuständigen Ministerien und große Ölkonzerne, die Versorgung der Regionen mit Treibstoffen sicherzustellen. Insbesondere für Landwirte sollten die Benzinkosten unter Kontrolle bleiben, betonte der Vizepremier nach Angaben seines Presseamtes.
Die Versorgungskrise hatte Ende Mai in Südrussland begonnen und sich bis Mitte Sommer auf die meisten Teile des Landes ausgeweitet. Im Juli galten schon in mehr als 80 Regionen Beschränkungen für den Verkauf von Benzin und Diesel. Danach wurden die Maßnahmen wieder gelockert. / RBC, BenZinMap (beide RU)