Die Awtodom-Gruppe hat beim Moskauer staatlichen Arbitragegericht eine Klage in Höhe von 25 Mrd. Rubel (umgerechnet 295 Mio. Euro) gegen die Unternehmen des deutschen Automobilherstellers BMW eingereicht. Dies geht aus den Gerichtsakten hervor. Die Klage wurde am 22. Juni eingereicht. Einzelheiten der Forderung sind in den Akten nicht enthalten. Zu den Beklagten gehören die Muttergesellschaft BMW Aktiengesellschaft, ihre europäischen Tochtergesellschaften BMW Österreich Holding und BMW Fahrzeugtechnik sowie die russische Repräsentanz BMW Russland Trading und die BMW Bank.
Der deutsche Automobilhersteller war seit 1999 in Russland tätig und zählte zu den Marktführern. Neben dem Direktvertrieb kooperierte BMW mit dem Kaliningrader Unternehmen Awtotor und ließ dort seine Modelle produzieren. Im Jahr 2021 erzielte die russische Tochtergesellschaft einen Umsatz von 229,5 Mrd. Rubel (2,7 Mrd. Euro) und einen Nettogewinn von 25,3 Mrd. Rubel (300 Mio. Euro). Im Jahr 2022 zog sich das deutsche Unternehmen vom russischen Markt zurück. / Gerichtsdatenbank, Vedomosti (beide RU)