Südkorea statt Russland

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Im ersten Halbjahr sind 1,9 Mio. Arbeitsmigranten aus den zentralasiatischen Ländern Usbekistan, Tadschikistan und Kirgisistan nach Russland eingereist. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (2,3 Mio.) sank ihre Zahl um 15%. Das berichtet die Wirtschaftszeitung Vedomosti unter Berufung auf Daten des russischen Grenzschutzes. Der wichtigste Grund sind steigende Kosten für die Beantragung von Arbeitserlaubnis und die verpflichtenden Medizinchecks. Außerdem hat Russland seine Migrationspolitik zuletzt spürbar verschärft. In den meisten Regionen dürfen Migranten nicht mehr als Taxifahrer oder Kuriere arbeiten.

Vor diesem Hintergrund entscheiden sich Arbeitsmigranten aus Zentralasien statt für Russland immer häufiger für Südkorea, China oder Nahostländer. Russland versucht, den Wegfall durch Gastarbeiter aus Nordkorea oder Indien auszugleichen, was jedoch nicht immer gelingt. So scheiterte Orenburg vor kurzem beim Versuch, Straßenreiniger aus Nordkorea anzuwerben. Bürgermeister Albert Jumadilow räumte ein, dass die Gehälter in dieser russischen Großstadt unweit der Grenze zu Kasachstan für Nordkoreaner unattraktiv seien. / Vedomosti, Kommersant 1, 2 (alle RU)

20.08.2026

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